Generatoren eingebracht

Präzision unter Palmen

Ein „gewöhnlicher“ Einsatz vor besonderer Kulisse

Zwei Generatoren müssen in ein Kraftwerk transportiert werden – das klingt bei RIGA zunächst nicht nach keinem allzu exotischen Einsatz. Wenn das Kraftwerk allerdings auf Bora Bora steht, dann sieht es schon ein wenig anders aus. Im Oktober 2010 kam ein ebensolcher Auftrag an RIGA BAUMANN vom türkischen Spediteur CalibRa.

Vor einer weiten Reise heißt es: Koffer packen und nichts vergessen! Alles, was später für das Einbringen der Generatoren nötig ist – Stufenheber, Verschubbahn, Werkzeuge – wurde zusammengestellt und in zwei Container gestaut.

Die Generatoren, jeder 80 t schwer, kamen aus Finnland auf dem Seeweg nach Bremerhaven. Dort wurden sie mit einem 10-Achser SPMT an Bord eines Ro-Ro-Schiffes transportiert, darin auf Absetzdosen positioniert und seefertig verzurrt. SPMTs und Materialcontainer fuhren ebenfalls mit diesem Schiff. Dessen Überfahrt dauerte sechs Wochen, einen Tag vor Eintreffen reiste dann auch das RIGA BAUMANN-Team per Flugzeug an.

In Tahiti war erst einmal umsteigen angesagt:
Vom Ro-Ro-Seeschiff wurden die Generatoren auf eine kleinere Inselfähre verfahren und dort wieder seefest gelascht. Nun konnte die Fahrt mit Ziel Bora Bora beginnen, das schon am nächsten Tag erreicht war. Auf den SPMTs gelangte die Fracht in das 1 km entfernte Kraftwerk, wo in den folgenden drei Tagen die Feinarbeit anstand: Die Generatoren wurden mit den SPMTs genau in Position gefahren, mit Stufenhebern abgelassen und gelangten dann über die Verschubbahn 25 m ins Gebäude. Wiederum mit Stufenhebern ging es 40 cm in die Höhe auf die vorbereiteten Fundamente.

Ob es an der guten Planung lag oder an der Unterstützung der lokalen Götter, die vom Dorfhäuptling erbeten worden waren – termingerecht saßen die für die Stromversorgung so wichtigen Generatoren an ihrem Platz und das Team konnte sich vor dem Rückflug noch ein wohlverdientes Bad in der Südsee gönnen.