Offshore-Fundament verladen

Titan auf Hafenrundfahrt

490 t schweres Offshore-Fundament auf Ponton verladen

Die BARD Engineering GmbH hat einen neuen Fundament-Typ für Offshore-Gründungssysteme entwickelt. Cuxhaven Steel Construction GmbH (CSC) ist ein Unternehmen der BARD-Gruppe, das diese neuen Offshore-Gründungskörper produziert. Das hier hergestellte Offshore-Gründungssystem ist ein sogenanntes Tripile. Es ist kompakter, leichter und kostengünstiger als bisherige Offshore-Gründungssysteme. Bereits seit dem Neubau der Produktionshallen von CSC Anfang 2007 war und ist RIGA BAUMANN hier im Einsatz. Und auch bei dem Verhub sogenannter Kastenträger, die als Verbindungsglieder der Stützschenkel und der Mittelsäule des Tripiles und dem eigentlichen Windrad dienen, hat RIGA BAUMANN mitgewirkt. Im Rahmen dieser Einsätze arbeitet das RIGA BAUMANN Team mit SPMTs zum Verfahren von schweren Lasten, mit einem LTM 1200 für die anfallenden Kranarbeiten und bei größeren Stückgewichten mit einem LRD 1750. Den bisherigen Höhepunkt hat der Transport und Verhub des Tripile-Prototypen Mitte September diesen Jahres gebildet. Mit Kettenzügen gesichert setzte er sich langsam in Bewegung Richtung Schwerlastplattform.

Getragen von insgesamt 30 Achsen Scheuerle SPMT wurde das Tripile mit ganzen vier Stundenkilometern in den Cuxport manövriert, wo es von dem Liebherr LRD 1750 mit der Auslegerkombination SDB 56 bei 645 t Balast auf ein schwimmendes Schwerlastponton gehievt wurde um in der Nähe des Strandes in Hooksiel an der Jade in den Testlauf zu gehen. Hierbei mussten wegen des massiven Gewichts von 490 t, die allein das Tripile wiegt, 48 Bongossimatten für eine zweispurige Fahrbahn ausgelegt werden, um die Schwerlastplattform nicht zu beschädigen. Ein frischer Ostwind erschwerte die Verladung zusätzlich. Sechs Männer mussten alle Kraft aufbringen, um mit Hilfe eines Seils ein Drehen des Fundaments zu verhindern, während dieses langsam bis auf eineinhalb Meter vom Boden abhob. Dann drehte sich der Raupenkran einmal um die eigene Achse und bewegte sich anschließend über die Bohlenstraße bis maximal 2,50 m vor die Pierkante um diese nicht zu überlasten. Mit äußerster Präzision senkte der Kranführer dann den Ausleger und setzte die drei Füße des Fundaments in die zuvor als Seetransportsicherung angebrachten Stahlaufnahmen auf das Achterdeck des Seepontons. Weitere Projektabschnitte sind hier in Arbeit.