Geschafft dank VarioBallast
LTM 1650-8.1 glänzt mit gewaltiger Hubkraft bei kompakten Maßen
Auf der Baustelle des Teilchenbeschleunigers FAIR in Darmstadt glänzte der LTM 1650-8.1 wieder einmal mit seinen kompakten Abmessung und dem VarioBallast. Es galt insgesamt zwölf Medienbrücken vom etwa fünfhundert Meter entfernten Vormontageplatz zum Einbauort zu transportieren und dort einzuheben. Das schwerste Teil wog dabei 94 Tonnen, bei einer Länge von über 36 Metern. Jeder der Einsätze begann mit dem Transport mittels zehnachsigem Selbstfahrer und zwischengekuppeltem Spacer, der die Module starr verbindet und für eine verlängerte Ladefläche sorgt. Der SPMT konnte die Module eigenständig durch Absenken der Fahrwerkshydraulik aufnehmen, da die Vormontage auf bereitgestellten Absetzdosen erfolgte. Gut gesichert mit unzähligen Ketten wurden die acht Meter breiten und 5,5m hohen Teile dann zum jeweiligen Einsatzort verfahren. Für den Einhub des ersten Elementes musste der Kran mit einer 24,5m langen Wippspitze ausgestattet werden, um die Last auf den zwanzig Meter hohen Stahlbetonstützen absetzen zu können. Dank geringer Abstützbasis von 9,6 Metern in der Breite war es möglich den Standort direkt an einer Gebäudewand zu wählen, um so möglichst nahe am Ablagepunkt positionieren zu können. Durch diesen Kniff konnte der eigentlich geplante Kran der 800 Tonnen Klasse durch den Achtachser ersetzt werden. Den Anbau der Wippsitze erledigte der mit neuester Steuerungssoftware LICCON3 ausgestattete LTM 1110-5.2.
Beim Schwenken zwischen Aufnahme der Medienbrücke hin zum Einbauort war der VarioBallast an den Kran herangezogen und ermöglichte einen kleinen Radius von nur 6,4 Metern, welcher innerhalb der Abstützbasis liegt. Für den Hub wurde der mit 175t voll ausgestattete Ballast dann auf den größeren Radius von 7,4m ausgefahren. Dies war auch nötig, da die Auslastung des LTM bei dem Hub der ersten Rohrbrücke bei fast einhundert Prozent lag.
Die Dauer dieser Einsätze für die Züblin Stahlbau GmbH in Darmstadt zog sich über mehrere Wochen, da die zwölf Elemente nicht alle gleichzeitig vormontiert und direkt nacheinander eingehoben werden konnten. Bei jedem Einzelteil waren aber unsere roten Krane aus dem Hause Liebherr beteiligt, vom Vierachser bis zum Großkran der 700 Tonnen Klasse.