Schiersteiner Brücke

Schiersteiner Brücke

Großbaustelle in der Nachbarschaft setzt auf Krantechnik von Riga

Die 1280 Meter lange Schiersteiner Brücke ist eine von drei Straßenverbindungen zwischen den Landeshauptstädten Mainz und Wiesbaden. Die Brücke überspannt zwei Arme des Rheins und die Insel Rettbergsaue in der Mitte. Erbaut im Jahre 1962 konnte die Brücke dem steigenden Verkehrsaufkommen nicht mehr gerecht werden. Parallel zur bestehenden Brücke, wurde eine neue Verbindung erbaut, die den Verkehr während der Bauzeit komplett aufnimmt. Nach Fertigstellung dieser Begann der Rückbau des Oberbaus der alten Brücke, bei dem Riga Mainz kräftig mit Krantechnik unterstützte. Über ein Jahr lang war unsere gesamte Kranflotte ab der 200-Tonnen Klasse abwechselnd auf der Großbaustelle tätig. Teilweise waren wir mit vier großen Mobilkranen gleichzeitig vor Ort. 

So half beispielsweise unser Jubiläumskran LTM1500-8.1 mit dem LTM1450-8.1 im Tandemhub auf der Rheinland-Pfälzischen Seite dabei, die Stahlsegmente der alten Brücke von den Stützpfeilern auf den Boden zu heben, um diese vor Ort weiter zerkleinern zu können. Im Verkehr auf der neuen Brücke bekam man davon fast nichts mit, da nur die roten Auslegerspitzen und Hakenflaschen der Krane über das Brückengeländer reichten und die meiste Arbeit auf der Ebene darunter stattfand. Radfahrer und Jogger stoppten auf Ihrer Runde am Rhein aber immer wieder am Bauzaun und bestaunten den Fortgang der Arbeiten. So hatten wir auch ein paar Zaungäste, als einer unserer Liebherr Teleskopmobilkrane zwei 5-Achs Betonpumpen an Traversen und Hebegurten aufgehängt im Schneetreiben auf die Brücke hob, um den Anschluss der neuen Brücke, das sogenannte Herzstück, zu betonieren.    

Unseren LTM1130-5.1 lehrten wir sogar das Schwimmen. Sechs Wochen lang war der Kran auf einem Stelzenponton mit Rückbau und Ertüchtigung der Pfeiler im Wasser beschäftigt, da diese für den neuen Brückenoberbau weitergenutzt werden. Der Einsatz begann an einer Anlegestelle im hessischen Schierstein. Dort fuhr der Kran auf den 35 m langen und 11,4m breiten Ponton St. Hildegard, von wo aus er mit Hilfe eines Schubschiffes zu seiner Einsatzstelle an die Pfeiler der alten Brücke gebracht und mit Stelzen im Rheinboden abgestützt wurde. Die ausführende Firma zersägte die Köpfe der Stahlbetonpfeiler in kompakte Klötze und der Kran sorgte für den Hub der Teile auf einen Transportponton, der den Bauschutt zur Verwertung ans Rheinufer transportierte.

Natürlich waren auch kleinere Krane unserer Flotte immer wieder vor Ort, um zuzuarbeiten und leichtere Bauteile zu verheben.

Hübe im Bauverlauf der Schiersteiner Brücke > Einsatzort: Mainz, Wiesbaden – A643 Schiersteiner Brücke > Equipment: von LTM1130-5.1 bis LTM1750 9.1> Schwerstes Einzelteil: 160 T