Präzision im Taktkeller
Riga Mainz transportiert 39 Brückensegmente der Talbrücke Rahmede zum Einbauort
Seit Baubeginn der Talbrücke Rahmede ist die Bundesautobahn 45 im Bereich Lüdenscheid gesperrt. Fieberhaft wird am Neubau der Brücke gearbeitet, der im Taktschiebeverfahren entstand. Das heißt, Einzelteile wurden angeliefert, daraus Hohlkästen geschweißt, mit Hilfe unserer roten Scheuerle SPMT Module vom Vormontageplatz in den Taktkeller verfahren, wo sie fertig zusammengeschweißt und über das Tal geschoben wurden.
Die Montage der Elemente erfolgte auf Böcken, sodass die zwölfachsigen Module mit dem kompakten Powerpack Z180 unter die vorgefertigten Bauteile fahren und sie mittels Hydraulikfahrwerk eigenständig aufnehmen konnten. Die Positionierung der Fahrwerke erfolgte dabei außermittig, da die Brücke in einer leichten Kurve verläuft und deshalb eine Seite der Elemente immer überhöht ausgeführt wurde. So lag auch der Schwerpunkt stets seitlich versetzt.
Nach der Aufnahme mussten die Hohlkästen sorgfältig mit Ketten verzurrt werden, da der Transport in den Taktkeller zur Endmontage über eine steile Rampe verlief. Mit Hilfe digitaler Messgeräte wurde die Neigung während jeder Fahrt ständig überwacht. Der steile Winkel der Rampe war dabei nicht die einzige Schwierigkeit, sondern die Einfahrt in das witterungsgeschützte Gerüstbauwerk und das millimetergenaue Absetzen der Teile zum Verschweißen erforderten hohe Präzision des Bedieners der Fernsteuerung und Einweisers. Beide mussten stets den Überblick an allen Ecken behalten und waren per Funk miteinander verbunden.
Der Neubau besteht aus zwei Brücken, die parallel nebeneinander verlaufen. Für jede Brücke mussten zehn Hohlkästen auf der Nord- und Südseite des Bauwerkes über einen Zeitraum von anderthalb Jahren eingefahren werden. So erledigten wir für den Auftraggeber, die MCE GmbH - ein Teil der HABAU Gruppe aus Österreich, insgesamt 40 Transporte, die dazu beitragen die Autobahn schnellstmöglich wieder freizugeben.